Schwefelsalze.
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mit doppelt so viel Schwefel, als in dem grauen Schwe-felmolybdän, und wovon es keine entsprechende Sauerstoff-Yerbindung giebt. Diese Salze sind alle brandgelb oderroth, pulverförmig, selten krystallisirt. Sie sind in Wasserunauflöslich, mit Ausnahme der mit alkalischer Basis, diewohl in kaltem Wasser fast unauflöslich sind, sich aberin kochendem auflösen, ohne sich dann wieder beim Er-kalten abzusetzen. Ihre Auflösung ist tief roth. Säurenscheiden aus diesen Salzen Schwefelwasserstoff und flok-kiges, schön dunkelrothes Schwefelmolybdän ab. Verschie-dene Sättigungsgrade mit Basen sind nicht bekannt.
Phosphorschweflige, selenschweflige, tel-lurschweflige, antimonschweflige, wolfram-schweflige und zinnschweflige Salze existiren;chromschweflige scheint es zu geben, aber ihre Ver-hältnisse sind noch nicht so studirt, dafs ich hier etwasim Allgemeinen darüber angeben könnte *).
*) Die Beschreibung verschiedener Klassen von Schwefelsalzen,welche ich hier gegeben habe, ist das Jlesultat einer Arbeit,welche seit der Redaction des Artikels Salzartige Verbin-dungen der Metalle, Salze, p, 696. Th. I., in der Absichtvorgenommen wurde, um an dieser Stelle im Lehrbuche eine Lückein unseren Kenntnissen auszufüllen, welche aber noch nicht ein-mal die Vollständigkeit erreicht hat, dafs nur alle die interessan-teren der Schwefelsalze untersucht werden konnten. Unter dieserArbeit haben sich Ideen dargeboten, deren Erwähnung eigentlichunter die allgemeinen Begriffe von den Salzen an der oben citirtenStelle gehört hätte, welche ich aber jetzt nicht ganz Vorbeigehenzu dürfen glaube, und ihnen deshalb hier eine Stelle einräume.
Von dem Augenblicke an, wo man anßng, bei Erklärung derchemischen Erscheinungen, von der elektrischen Ansicht auszuge-hen, wurde es nothwendige Folge, dafs die entgegengesetzten elek-trischen Tendenzen der Körper zwei Klassen von Erscheinungen aus-machten, die in einer jeden Klasse analog waren. Die Analogie zwi-schen den Eigenschaften der elektropositiven Verbindungen nen-nen wir Basicität, und die zwischen denen der elektronega-tiven Acidität. Durch diese Ansicht ist es begreiflich ge-worden, was man zuvor nicht verstehen konnte, dafs ein mit Was-serstoff verbundener Körper, welcher ein basisches Oxyd zuzerstören sich bestrebt, während er zugleich die elektrochemi-schen Eigenschaften seines Radikals neutralisirt, eben so gutsauer schmecken und auf Pflanzenfarben sauer reagiren kann, alswenn er mit Sauerstoff verbunden ist und die oxydirte Basis neu-IL 30