Ilaloidsalze.
441
mit Schwefelsäure und übergiefst mit dieser sauren Flüssig-keit ein mit Wachs überzogenes Glas, worauf man gezeich-net oder sonst hier ■ und da die Oberfläche des Glases ent-blöst hat, worauf man die Flüssigkeit auf dem Glase ein-trocknen läfst. Hat man äufserst kleine Quantitäten zuprüfen, oder ist der Gehalt an Fluormetall in der Probesehr geringe, oder ist sie kieselhaltig, so dunstet man sieauf einem Urglase (von solchem Glase, welches andersnicht von Säuren angegriffen wird) ab; wird dann dasSalz in Wasser aufgelöst, so sieht man auf dem Glaseganz deutliche Zeichen da, wo die Salzmasse beim Ein-trocknen lag. Am besten ist es gleichwohl immer dieProbe in trockner Form anzuwenden, und nach der Vor-schrift wie ich sie im I. Th. p. 624. gegeben habe. —Man entdeckt auch die Gegenwart eines Fluormetalls,wenn die Probe in dem Ende einer offenen Glasröhre inder Löthrobrflamme erhitzt wird, welche man in dieRöhre treibt. Wasserdämpfe, die Fluorwasserstoffsäureenthalten, condensiren sich dann in der Röhre und hin-terlassen sichtbare Flecken, wenn sie verdampft werden.Smithson hält die Probe entweder in einer Platinzangedicht vor die Oeffnung der Röhre, oder er verlängert dieRöhre mit einem halben Cylinder von Piatinblech, aufwelchen die Probe gelegt wird, und in beiden Fällenwird die Löthrohrflamme in die Röhre geleitet. Auf dieseWeise entdeckt man in Mineralien selbst sehr kleine Men-gen von Fluor. Die Fluormetalle haben in ungefärbtemZustande die Eigenschaft, dafs wenn sie in Wasser gelegtwerden, sie das Licht fast eben so wie das Wasser bre-chen, so dafs sie darin gleichsam verschwinden. Ihre neu-tralen Auflösungen,' selbst die mit Kalium und Natrium,können in Glasgefäfsen nicht abgedampft und nicht ein-mal aufbewahrt werden, ohne das Glas anzugreifen. Fluor-metalle verbinden sich mitunter mit Fluorwasserstoffsäurezu sauren Salzen, und mitunter mit einer Menge Oxydihres Metalles, die i, 2, 3 und 4 Mal ihren Metallge-halt enthält, zu basischen Salzen.
Borfluormetalle geben in trockener Destillation