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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Philipp. Herr Kanzler, noch einmal im Namen derguten Sache, im Namen Ihres Gewissens, Ihrer schweren Richter-verantwortung vor Gott wollen Sie mildern? Ich versprecheIhnen eidlich Verschwiegenheit. Wollen Sic mildern?

Kanzler (ergrimmt). Nein!

Philipp. Ich kann gegen Sie handeln. Ich habe Siein Händen. Ich werde ein fürchterlicher Gegner. Wollen Siemildern? (Pause.) Wollen Sie nicht? Sie wollen nicht?

Kanzler (wüthend). NeinI Nein!

Philipp. Jetzt schlägt die Stunde meiner Bestimmung!Ich siihl's ich fühl'S in allen Adern. Es gelte I

Kanzler. Gut!

Philipp. Breche, was brechen kann! Sie gestürzt, oderich ins Gefängiiiß! Sie entlarvt zur schmählichsten Schmachentlarvt I oder ich an den Pranger als bübischer Pasquillant.

Kanzler. Der kann Dir werden, Burschei

Philipp. Sey's! die Würfel liegen aus mir spricht diegute Sache. Das Andenken an das Elend meines Onkels nährtmein Feuer!

Kanzler. Bube! (Klingelt.)

tZalroli (kommt).

Kanzler (spricht leise mit ihm. Hernach Zakob ab).

Äugnjic. Vergeben Sie ihm I O Brook! was machenSie? (Sie führt ihn bei Seite, wodurch er verhindert wird, den Kanzlerzu beobachten)

Philipp. Lassen Sie mich I Ich habe volle Beweiseseiner Schändlichkeit; zugleich mit dem Elend der Patrioten, demGeschrei unterdrückter Waisen, will ich sie dem Fürsten vor Augenlegen.

Kanzler. Geh hin, dummer Schwärmer ! versuch es!

Philipp. Das will ich I das will ich I