Philipp (hat im Umhergehcn diese Verbeugung gar nicht gesehen).Gott! Gott l gib mir Mäßigung! kaltes Blut! — In diesemZimmer — in diesem nämlichen — Hier! da, da! — O, ichhalte mich nicht mehr! — Da habe ich für meinen guten Onkel,für seine Freiheit gebeten — gebeten — die Hände gerungen! —und ward hinausgeschleppt I — Ich war Kind! Nun bin ichMann! — Ich habe wieder hier für die gemißhanbelte Menschheitzn flehn — Mein Onkel leidet noch — ist vielleicht jetzt in diesemAugenblicke trostlos — elend — verzweifelnd! — Mäßigung!Gott! Mäßigung! Ich kenne mich nicht mehr — Mäßigung!
Sekretär (zurückkommcnd). Der Herr Kanzler wird in wenigenMinuten hier seyn. Jnbeß — (er deutet aufs Sitzen.)
Philipp. Erlauben Sie, ich tauge zu keiner Unterhaltung— Draußen gehe ich die Gallerte auf und ab — man wirdmich rufen, wen» — (er geht und macht einen Versuch zur Ver-beugung.)
Sekretär (der ihm lange nachsieht). — Sehr sonderbar!Der Kanzler hat Recht, der Mensch ist gefährlich I den muß ichnäher beobachten.
Fiiichchliter Auftritt.
Sekretär. Hosrath.
Hosraih (im Herausgehen). Es ist ja so still! — Ister fort?
Sekretär. Er geht draußen in der Kupfer - Gallerie —und wartet, daß man ihn ruft.