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Ludwig. Ha ha haI — so wär' es eine wahre Liebe vonehedem.
Auguste (betroffen). Von ehedem?
Ludwig. Ja wohl!
Auguste. Wie meinen Sie das?
Ludwig. Ich meine — (einen ernsthaften Ton affektirend)eine Liebe, wie es jetzt gar keine mehr gibt; eine aufrichtige, herz-liche Liebe.
Auguste. Haben Sie Grund zu glauben, daß es keine solcheLiebe mehr gibt?
Ludwig. Nur zu viell
Auguste. Sie glauben vielleicht, daß man Sie hinter-gangen hat?
Ludwig. Unzählig that man das, und wird nicht unter-lassen, cs wieder zu thun.
Auguste (ahndend). Das ist schlimm I
Ludwig. Bei meiner ersten Liebe — O, ich war damalsrasend verliebt I — verliebt, wie ich es nachher nie wieder gewordenbin. — Bei dieser ersten Liebe diente ich, zum Lohn der schmerz-lichsten Aufopferungen, meiner Göttin zum Prunk. Ich seufzte,schmachtete, verzweifelte; sah, woran ich war, und ward geheilt fürimmer — dachte ich! — und glaubte doch noch einmal einerandern. — Nun, und? siehe da — ich diente der theuern Dame zuweiter nichts, als bas Phlegma des Begünstigten zu reizen.
Auguste. Wer weiß, ob —
Ludwig (schnell und steigend). Ein andermal fand ein holderEngel für gut, zu jeder Partie aus meinen Arm zu rechnen; dawar ich wieder — doch ich werde Ihnen langweilig, wenn ich alledie Fälle erzähle, wo meine ernsthafte Liebe dem schönen Geschlechtzur Puppe biente.