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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Ludwig. Ha ha haI so wär' es eine wahre Liebe vonehedem.

Auguste (betroffen). Von ehedem?

Ludwig. Ja wohl!

Auguste. Wie meinen Sie das?

Ludwig. Ich meine (einen ernsthaften Ton affektirend)eine Liebe, wie es jetzt gar keine mehr gibt; eine aufrichtige, herz-liche Liebe.

Auguste. Haben Sie Grund zu glauben, daß es keine solcheLiebe mehr gibt?

Ludwig. Nur zu viell

Auguste. Sie glauben vielleicht, daß man Sie hinter-gangen hat?

Ludwig. Unzählig that man das, und wird nicht unter-lassen, cs wieder zu thun.

Auguste (ahndend). Das ist schlimm I

Ludwig. Bei meiner ersten Liebe O, ich war damalsrasend verliebt I verliebt, wie ich es nachher nie wieder gewordenbin. Bei dieser ersten Liebe diente ich, zum Lohn der schmerz-lichsten Aufopferungen, meiner Göttin zum Prunk. Ich seufzte,schmachtete, verzweifelte; sah, woran ich war, und ward geheilt fürimmer dachte ich! und glaubte doch noch einmal einerandern. Nun, und? siehe da ich diente der theuern Dame zuweiter nichts, als bas Phlegma des Begünstigten zu reizen.

Auguste. Wer weiß, ob

Ludwig (schnell und steigend). Ein andermal fand ein holderEngel für gut, zu jeder Partie aus meinen Arm zu rechnen; dawar ich wieder doch ich werde Ihnen langweilig, wenn ich alledie Fälle erzähle, wo meine ernsthafte Liebe dem schönen Geschlechtzur Puppe biente.