281
Mad. Lrave. Auch bas nicht.
Philipp. Doch haben Sie geweint? — Lassen Sie michhier bleiben. Jeder Trauernde hat ein Recht auf mich; — undwenn Sie trauern? lzärtllch) wenn ich Ihre Thränen sehe,meine gute Auguste —
Auguste. Es find dankbare Thränen, Herr Brook I —Thränen der Tochter über die Liebe ihres guten, gutenVaters.
Philipp laufgeheitert). Freudenthränen? — Ja, liebeMadam? — hml so wohl ward mir's lange nicht, die zusehen! wohl dem, über den man sie weint!
Ma). Lravc. Wohl ihm!
Philipp (gerührt). Er wird einst der Grabschrist entbehrenkönnen.
Llad. Lravc. O nicht so, Herr Brook!
Philipp. Wie?
Mad. Lravc. Sie erhalten uns in dieser schwermüthigeuStimmung.
Philipp. Schwermüthig? Ich bin herzlich froh — soanz gut gesinnt für jedermann, als man es nur seyn kann— wie man denn das fast immer wird, wenn man hieherkommt. — Es müßte denn seyn, daß Auguste ihren finsternTag hälte.
Auguste. Das werfen S i e mir vor?
Philipp. Mit Grund. Wirklich, ich mache Ihnen darüberVorwürfe. Wer Sie kennt, schätzt Sie, liebt Sie; Sie findschön und jung — warum trauern Sie?
Mad. Lravc. Verzeihen Sie mir, baß ich meiner TochterWort wiederhole. — Das sollten Sie doch nicht tadeln.
Philipp. Warum nicht?
^ .. >