Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
273
Einzelbild herunterladen
 

8 rave. Weil bas Mädchen verwöhnt an die Tändeleiender Liebhaber einst die Pflicht der Gattin darüber vernach-lässigen könnte.

Hofrath. Das sind eitle Ausflüchte, mein Herr DravelAusflüchte irgend einen geheimen Groll damit zu bemänteln

8 rave. Mein Schatz, ich habe keinen geheimen Grollgegen Sie.

Hofralh. Ja, ich merk' eS, den haben Siel (Sehr heftig.Aber das rathe ich Ihnen

8 rave. Sie gefallen mir nicht. Sie sehen auch, daß ichdas gar nicht bemäntele.

Hofralh. Ich spreche nun gar nicht mehr von meinerNeigung. Aber ich sage Ihnen, daß nun schlechterdings meinerEhre daran liegt, Ihr Hans ferner zu besuchen.

8ravc. Geben Sie vor: Sie wären unsrer Gesellschaftüberdrüssig worden. Sie haben mein Wort, daß ich dem niewidersprechen will.

Hosrath (sich brüstend). Da würden Sie Ihrem Hause undIhrer Tochter eine feine Renommee zuziehen l

8 rave (ruhig lächelnd). Ich weiß ja, wie viel ich haffar-diren darf.

Hosrath. Herr, Sie sind unausstehlich I Aber ichrathe Ihnen wohlmeinend, denken Sie nach, mit wem Sie zuthun haben.

8 rave (ihn messend). Ich habe von Wort zu Wort darangedacht.

Hofrath. Es könnte Sie reuen Sie wissen nicht Ies könnte Sie gewaltig reuen.

8 rave. Bewahrei bewahreI

Hofralh. Noch eine Stunde gebe ich Ihnen Bedenkzeit, obI ffla nd, iheatral. Werke. X. 18