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wahnsinnige» Antike herausgebcn. — Davon kann herrlich kommer-zirt werden I
Hofrath. Wahnsinnige Antike? — Was soll das? —Wahnsinnige Antikei
Ludwig. Wie Du so neu thuu kannst I — Von, wem ichrede? — Von meinem alten Mutterbrudec, den Ihr, als vor-sichtige Christen, qus wahnsinnig, bei trefflicher Diät, einzesperrthaltet.
Hofrath. Ach von dem alten I — Sol sol
Ludwig tironlsch dehnend). Ja von dem. Daß Ihr ehren-desten M-nschen doch stets verlegen werdet, sobald man den Flecktrifft!
Hofrath. Ja — was ich sagen wollte! — wenn er nichtentkommen wäre! Aber so weiß man ja nicht: ob er todt ist,oder wo er ist. Der Mann macht man cker I'ere wahrenGemiithskummer.
Ludwig. Je nun, er ist todt! —
Hofrath. Das weiß man ja nicht.
Ludwig. Er s o ll todt sehn I
Hofrath. Aber schäme Dich doch, frivoler Mensch!
Ludwig. Eben so leicht ein Lebendiger todt, als ein Ver-nünftiger toll! Nicht wahr ich habe den Puls richtig gefühlt?Und wenn er sich wieder blicken läßt, so setzt man ihn wieder fest.
Hofrath. Hm! das geht doch nicht an! —
Ludwig. Ueber die Gewissenhafte»! Wenn Ihr meinenalten Onkel bei voller Vernunft für toll erklären laßt, wennJbr seit fünfzehn Jahren sein Vermögen so ganz ordentlich undchristlich verwaltet habt - so werdet Ihr doch nun. seinem recht-mäßigen Erben seinen Autheil zu pränumeriren, nicht etwa Be-denken trogen?