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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
246
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wahnsinnige» Antike herausgebcn. Davon kann herrlich kommer-zirt werden I

Hofrath. Wahnsinnige Antike? Was soll das?Wahnsinnige Antikei

Ludwig. Wie Du so neu thuu kannst I Von, wem ichrede? Von meinem alten Mutterbrudec, den Ihr, als vor-sichtige Christen, qus wahnsinnig, bei trefflicher Diät, einzesperrthaltet.

Hofrath. Ach von dem alten I Sol sol

Ludwig tironlsch dehnend). Ja von dem. Daß Ihr ehren-desten M-nschen doch stets verlegen werdet, sobald man den Flecktrifft!

Hofrath. Ja was ich sagen wollte! wenn er nichtentkommen wäre! Aber so weiß man ja nicht: ob er todt ist,oder wo er ist. Der Mann macht man cker I'ere wahrenGemiithskummer.

Ludwig. Je nun, er ist todt!

Hofrath. Das weiß man ja nicht.

Ludwig. Er s o ll todt sehn I

Hofrath. Aber schäme Dich doch, frivoler Mensch!

Ludwig. Eben so leicht ein Lebendiger todt, als ein Ver-nünftiger toll! Nicht wahr ich habe den Puls richtig gefühlt?Und wenn er sich wieder blicken läßt, so setzt man ihn wieder fest.

Hofrath. Hm! das geht doch nicht an!

Ludwig. Ueber die Gewissenhafte»! Wenn Ihr meinenalten Onkel bei voller Vernunft für toll erklären laßt, wennJbr seit fünfzehn Jahren sein Vermögen so ganz ordentlich undchristlich verwaltet habt - so werdet Ihr doch nun. seinem recht-mäßigen Erben seinen Autheil zu pränumeriren, nicht etwa Be-denken trogen?