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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Ludwig. Hm! Sache des Geschmacks! wer weiß zudemist mein strenger Herr Vormund sehr für ihn eingenommen.

Hosrath. Zu Deinem großen Schaden! das wirst Dnerfahieu.

Ludwig. Ich kann das immer noch nicht glauben.

Hosrath. Es ist niemand in der Stadt, der Dich so lästert,als Dein Herr Bruder.

Ludwig. Das sagt Ihr.

Hofrath. Und er hat Glauben, weil er ein Heuchler ist,seine Fehler versteckt. Du weißt nichr

Ludwig. Was nicht? daß er die Klausel in meinesVaters Testament durchsetzen will? Dein Vater hat mich daraufaufmerksam gemacht; es schien mir nicht ganz wahrscheinlich, aberdie Drohungen des Herrn Drave machen, daß ich endlich dochdarauf höre.

Hofrath. Was ist das für eine Klausel?

Ludwig. Eine stattliche Vorsicht des seligen Papa, daß,wenn einer seiner Söhne erklärter Verschwender sey, der anderedas Vermögen admiuistriren solle.

Hosrath. So? Eine häßliche Klausel!

Ludwig. Sie ist ganz gut gemeint, aber so arg habe icheS nicht gemacht. Wollte man sie doch in Erfüllung bringen -so soll mich Gott das wird sich alles finden! zur Sache!Dein Vater wird mir doch Deine Schwester noch geben?

Hofrath. Sicher!

Ludwig. Aber ich bitte Dich, mach, daß ich gleich Geldin die Hände bekomme.

Hofrath. Verlaß Dich auf mich I

Ludwig. Dein Vater darf von seinem Vermögen nichtshergcben; er soll mir nur meinen Anthcil an dem Nachlaß der