Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

S29

Fabritius. Ich bin's nicht würdig. Ach, sehen Sie einmal!Gott hat mich fichtbarlich gestrafet.

Hofrath. Womit?

Fabritius. Ich kaun's nicht von mir geben. Helfen Siemir! Mein armes unschuldiges Gemüth

Ho fr all). Wie Sie mit dem Billet ich trete mit demFuße darauf.

Fabritius. Auch? Und sie die Mamsell Pina, stehenschon mit beiden Füßen darauf! Sie sind ja ein christlicher Mann

helfen Sie mir doch von dem Glücke!

Hofrath. Was ist das?

Fabritius. Ich sage cs ja: ich bin es nicht würdig.Ach, nehmen Sie doch hier das Ringelchen. Den meinen willich gern im Stich lassen, nur daß ich die Kleider wieder vomLeibe kriege.

Hofrath. Jämmerlicher Mensch!

Fabritius. Sie haben ganz Recht. Sie will Waswill sie? Ach Gott Eoncerte Garn wickeln Komödien

mich Louis heißen tapezieren Ich ich

Hofrath. Will er hinein I <Er treibt ihn der Mamsell Stahlnach ) Will er hinein!

Fabritius. Herr Hofrath um meines armen Lebenswillen.

Hofrath (da Fabritius nahe an der Thüre ist, stampft er mitdem Faste und schlägt in die Hände). Willst Du fort!

Fabr it i us (erschrickt und stolpert ohne zu fallen, mit demGeschrei: Gott sky mir gnädig! aus Unbeholfenheit rücklings indie Thüre).

Hofrath. Es läßt sich niemand sehen, weder die FrauGemahlin, noch die Kinder, noch der Herr Hauptmann. Habeich Unrecht so ist es dießmal schwer, mit Anstand dnrchzu-