Druckschrift 
10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
194
Einzelbild herunterladen
 

19L

Hosräithiu. Das das ist es eben, weßhalb Sie reisenwollen! Wackerer Mann ich sehe Ihr Herz gern auf diesemPunkte des Gefühls.

Hauptmann. Wie?

Hosräthin. Vierjährige Bekannte verstehen sich ohneErzählung. Ich verstehe Sie.

Hanptmanu (seufzt). Ehedem kam ich, außer dem Drangemeiner besonder» Freundschaft für Sie die ewig dauernd sehnwird auch deßhalb gern hierher, weil ich wußte, daß ich Ihnennützlich sehn konnte. Der Hofrath setzt Vertrauen in mich; sokonnte ich ihn von mancher seiner kleinen Verirrungen einlenkenmachen. Er ist ruhiger geworden, Sie sind beide ungetrübtglücklich nun habe ich hier nichts mehr zu thun.

Hosräthin (Mg). Herr Hauptmann

Haupt mann. Wahrlich es ist so. Ueber der Beschäftigungfür Ihr Glück vergaß ich meines. Es war mir genug, wenn Sieund Ihr guter Mann mir sagten: Wir danken Dir eine guteStunde. Ich sagte mir: Du hast sie geschaffen und ging ruhigfort. Nun aber ach! es ist besser, wenn ich nicht mehr odersehr selten, in diese Stadt komme.

Hosräthin. Ist das Ihr Ernst?

Haupt mann. Wahrhaftig. Ich weiß nicht wie mir dießmalso sonderbar zu Muthe ist. Freilich nimmt die Stärk«, der Empfin-dung mit den Jahren wohl ab; aber die Weichheit nimmt zu,und das macht nicht glücklich. Ich will zum Regiments.

Hosräthin Allein müssen Sie nicht zurückgehen.

Hanptmanu. Wie?

Hosräthin. Lasten Sie Ihre Empfindung Herr werden,und Sie sind glücklich.

Hanptmanu. Das sagen Siel