175
Dritter Austritt.
Mamsell Stahl. Hofrath.
Stahl. Sprichst Du? — Du List ja allein. — In demWer noch allein sprechen, das ist doch gerade wie der selige —
Hosrath. FabritiuS thut es nicht.
Stahl. Ach, FabritiuS I (Sie seufzt.)
Hofrath. Laß ihn holen.
Stahl. Nein. — Höre, lieber Bruder — ich muß Dir eineLonliäenee machen. — Aber was hast Du für eine kurioseFrisur? — Du siehst aus, wie — Nun ich wollte sagen —
Hosrath. Schwester, laß die Seitensprünge; wie Du vomText abkommst, bin ich zur Thüre hinaus. Sammle Dich. Jetztheb an. Eile, ich muß fort —
Stahl. Heirathen thue ich nun einmal — das Herz willseinen Freund haben. Nun freilich hat FabritiuS ein träges Ge-müthe —
Hofrath. Der ganze Kerl ist ein Sumpf.
Stahl. Man müßte ihn melioriren. Aber freilich — eineandre Passion spricht stärker — Der brave Hauptmann —
Hosrath. Immer noch?
Stahl. Es hat sich nicht verlieren wollen. (Sie lacht.)
Hosrath. Wenn es sich nur bei ihm finden will.
Stahl. Er ist nun doch auch bei Jahren — Wie wärees, wenn Du ihn sonbiren wolltest?
Hosrath. Will wohl.
Stahl. Wenn Deine Frau nicht ein Hinderniß macht, sogeht alles gut.
Hosrath. Meine Frau?
Stahl. Ja tu lieber Gott! er war ja vor Dir der alte