mehr leiden. — Dein Herz, Dein Stolz — alles würde seineLiebe zwiefach verlangen. Im Kampfe zwischen Schmerz undWürde könntest Dn ein Spielwerk seiner Laune werden. Dann,dann erst würde ich Dich beweinen. Auf der Höhe der Tugendhilft Dir das Selbstgefühl, und ich kann Dich bewundern — wieich Dich liebe. (Umarmt sie.)
Schrimeräthin (tief seufzend). Achl
Hofrät Hill (erhellt Zullen» Gesicht). Höre mich an. — Esist nicht so schlimm, als Du glaubtest — es mag etwas mehrseyn, als ich glaubte. Ja, es mag eine leichte Tändelei seyn,wozu Friederiken« heiterer Sinn neben Deinen Thränen — ihnverleitet haben kann. Nicht Zorn, nicht Thräueu — Sanftmuthnur — ist unsere Herrschaft. Davon ein andermal. Für jetztmuthe ich den Wallungen Deines Herzens nichts zu, als —schweigen.
Gehet me rät hin. Ach, mehr kann ich auch jetzt nicht ver-sprechen.
Hofräthill (rasch). Aber das versprichst Du?
Gehet meräthtu. Ihnen — ja.
Hosräthin (küßt sie). Ich danke Dir, liebe Tochter. iRichig.)Gib das Billet zurück, baß es an seinen Ort komme.
GchctmrrSthin. Wie? ich sollte selbst —
Hosräthin. Selbst den Schritt wieder hinauf thun, denDn -- Dich hast herunter gleiten lasten.
GchciineräIhin. Liebe Mutter I was verlangen Sie?
Hofräthill. Deine Ruhe — Deine Ehre I
Gehcimeräthiu. O cs ist zu viel! — Doch — jal ichwill auch das.
Hosräthin. Ich danke Dir dafür.
Gchcilneräthin. Sie werden sehen — Sie werden sehen— Sie müssen noch mit mir weinen.