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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
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Zweiter Austritt.

Hofräthin geht an des Hofraths Zimmer, Indem kommt derHofrath heran».

Hosrath (unwillig). Was gibt'» da wieder? Aha Du bist es.

Hofräthin. Mein Freund, Du mußt den alten Menschensprechen.

Hofrath. Nein. (Verdrießlich.) Der Mann wird niemalsfertig.

Hofräthin. Er bittet nur um eine Viertelstunde.

Hofrath. Seine Viertelstunden kenne ich I Was hat er zuthun, als Geld abzuzählen, das Adreßblatt zu lesen, und die Nasean das Fenster gedrückt, im rothen Schlafrocke, halbe Tage ausEine Stelle zu sehen?

Hofräthin. Je nun

Hofrath. Noch einmal guten Morgen! (Er küßt sie.)Setz Dich zu mir (Sr holt Stühle.) Wir wollen ein freund-liches Wort mit einander sprechen, liebes Weib, ehe der Sturmdes Tages Falten auf meine Stirne, und uns aus einander treibt.

Hofräthin (legt die Hand auf seine Stirne). Da hat derHerr Fabrilius schon eine Falte gezogen laß mich sie aus.gleichen.

Hofrath. Du weißt, daß Du das immer kannst. SetzDich. (Sr setzt sich.)

Hofräthin. Nun, und der Bediente? Erwartet.

Hosrath. Er soll sich um halb neun Uhr daher scheren.

Hofräthin (geht an die Thür, und ruft hinaus): EinenEmpfehl, und wenn es um halb neun Uhr gefällig wäre.