121
Fürstin (tm höchsten SchmerzenSauidruck). Und mich so elendmacht I
Fürst. Fühlen Sie das?
Fürstin. Hier hat er mich verlassen. Die Valberg ist einliebenswürdiges Wesen. — An ihr Hab' ich gesehen, was ichnicht binl Sie hat sich meiner bemächtigt. — Sie hat michgelehrt, daß ich Sie liebe — Sie hat mir den Muth ge-geben, es zu bekennen. Sie hat mich die Pflicht gelehrt, Sieum Verzeihung zu bitten — aus offenem, gutem Herzen um Ver-zeihung zu bitten sür das HauSglück, was mein Stolz und meineLaunen Ihnen geraubt haben. —
Fürst (ernst). Halten Sie ein, Madam!
Fürstin. Sie hat mir Hoffnungen gegeben von künftigemGlück an Ihrer Seite —
Fürst (wirst sich in ein Gopha).
Fürstin. Die Aussicht dazu liegt in Ihren Tugenden, meinGemahl — in Ihrer Herzensgute — in Ihrer Gerechtigkeit; —die Bürgschaft Ihrer bessern, glücklichem Tage in meinem Herzen,das Sie nie verkannt haben können.
Fürst (steht auf). Nein! Aber —
Fürstin. Habe ich gefehlt — o so sind Augenblicke derGenuglhnung für Sie da gewesen — einer Genugthuung — dieSie so hart nie von mir begehrt haben würden. Oft, wenn einearme TaglöhnerSfran unter meinen Fenstern ihrem Manne dieschwere Last abnehmen durste — und er dasür den matten Blickmit Gutmüthigkeit nach ihr richtete — hätte ich gern alle Prachtund Herrlichkeit ihr zugeworfen, hätte sie ihre Herrlichkeit mirgeben, »nr einen Blick von Ihnen mir zaubern können — wiesie von ihrem Manne ihn empfing! Dann warf ich vor Gottmich nieder, und rang meine Hände, und bat um diese Freuden.Aber sie zu gewinnen, verstand ich nicht. Ach — man lehrt uns