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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
119
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Fürst (kalt). Ich gesteht, daß ich Eure Liebdcn nicht vcr-muthete.

Fürstin (bittend). Da ich aber nun hier bin

Fürst (fest und laut). Was verlangen Sie, Madam?

Fürstin (geht ihn Herrn von Küken und wieder ihn an;dann nach einer kleinen Pause). Es ist so lange her, seit ich Sienicht mehr allein gesprochen habe daß ich auch jetzt gefaßt bin,vor Zeugen zu reden sollte ich auch vor diesem Zeugen micherklären muffen.

v. All len (will gehen.) »

Fürst (zu v. Killen). Bleiben Sie. (Zur Fürstin.) Ich sprecheSie in voraus frei, von allem. (Höflich.) Uebergehen wir das!Befehlen Sie, was ich vor meiner Abreise thun soll

Fürstin. Ja, bleiben Sie, Herr von Kiilen; denn daß auchIhre Gegenwart mich nicht zurückhält ist ein Beweis, daß dieEmpfindung meines Herzen« überströmend ist

Fürst. Vergessen Sie indeß nicht, daß es spät wird, unddaß

Fürstin. Zu spät nicht, wenn Gott will Erlauben Siemir, mein Gemahl den Namen Valberg zu nennen

Fürst (wkndct sich zur Seite).

Fürstin. Was Sie dabei in meiner Gegenwart empfinden,Herr von Külen verlange ich nicht zu sehen. Was Sie dabeiempfinden, lieber Fürst ist mein Vorwurf. Ihre Leidenschaftist mein Unrecht. So sehr Sie auch leiden, so muß ich doch fürdieß ehrliche Geständniß Ihr großmüthigeS Mitgefühl haben. (Ticgeht einen Schritt zurück.) Mehr verlange ich nicht.

Fürst (entschlossen). Ihr Geständniß bewirkt das nicht. -

Fürstin (wchmüthig). Nicht?