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Fürst. Fordern Sie für Sich —
Aintshlniptmailu. Ich habe nie für mich — der Bruderhat nicht für seine Schwester gefordert — auch heute nicht. Ichbin gemißhandelt worden von Ihnen, und ich habe nicht der Zeitengedacht, wo ich mein Leben wagte, weil ich von Ihrem Bette nichtwich, und bei jedem Husten — den Tod auf Ihren Lippen sah.Fürst — damals lag das Land vor Gottes Altären, und flehte umIhr Leben — meine trüben Augen hatten keine Thränen mehr —und ich zählte Ihre Pulsschläge. O belohnen Sie uns bester fürdiese Angst I
Fürst. Das ist wahr — es ist schön — eS rührt mich; esruft mich ins Leben für die, die um mich weinten; denen gehörtdieß Leben. Ihnen sey alle meine Thatkraft geweiht — alle meineLiebe. — Ich lebe nicht bloß für das Gedächtniß eines Mädchens
— ich lebe für mein Volk. Muß ich aber seufzen, ich Armer —
so sey es einsam I — Glück wurde nun einmal mir nicht be-schieden, so laßt mich weinen!
Schmidt. Es ist vorgefahren —
Heiduck. Der Herr Präsident —
Fürst (zu den beiden). Ich komme hinaus. (Beide gehen.)
Adieu, Balberg!
Ämtshauptmanu. Sie reisen?
Fürst. Sagen Sie dem Präsidenten, daß er mit meiner Ge-mahlin das Nöthige abrede — — Man soll nicht geizen.
ÄmlshauPtmaun. Der Schritt läßt sich nicht mehr
zurück thun —
Fürst. Weiter nicht, Balberg — ich gehe. Leben Sie wohl IWenn Sie mich wieder sehen, werden Sie mich ohne Leidenschaftfinden — ohne Freude — ohne Leid — und so wird es ganz stillzu Ende gehen.