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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
106
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würde Ihnen gefallen wollen ich würde nicht mehr wahrbleiben. Ich würde Mißtrauen haben. Nein, kein Traummehr! Hatten Sie die Jahre übersehen, die vorüber waren, sowürden Sie die bemerken, die nun kommen. Es ist nichtmehr möglich!

Fr. v. Valbrrg. Was soll ich mit Ihrem Gedächtniß an-fangen? Lieber Witting! Ich habe noch niemals an unsreTrennung gedach'. Es übersällt mich, daß ich laut weinen undmeinen Bruder zu Hülfe rufen möchte.

n. Witting. Nein, Sie sind wahr und Sie ge-nießen den Lohn dafür, Sie werden nicht geopfert! Denken Siean mich. Diese Thränen werden ein anderes Andenken vertilgen.Schön und herrlich werden Sie nach diesem Sturme Ihr Haupterheben. Die kleinen Leidenschaften sind dann vorüber. FühlenSie dann für einen redlichen Gatten, und endigen als eine gute,thätige, sanfte Familienmutter I

Fr. v. alb erg (schluchzt). Ich kann nicht ich Wit-ting verlassen Sie mich nicht!

v. Witting. Bleiben Sie immer wahr! So verlasse ichSie jetzt, an einem brausenden, prächtigen Hofe wahr! Woso manche fallen würde, stehen Sie hoch! Manches davon ist meinWerk das vergessen Sie doch nicht?

Fr. v. valb erg. Und Ihnen muß es bleiben Ihnenoder keinem! So wahr

v. Witting. Kein Schwur! Er lebe, der Ihr Herzbeglücken soll! Und wo er wandle Deinen Segen über ihn! Höre ich, daß Sie wahr bleiben so sehen wir uns wieder;sonst nicht!

Fr. v. Valb erg Ist das gewiß?

v. Witting (mit Thränen). Gewiß!