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10 (1860) Hausfrieden [u.a.] Elise von Valberg
Entstehung
Seite
74
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v. Lülrn lseufzt).

Fürst. Wenn ich nun den ganzen Tag gearbeitet habewenn die mühsamsten Untersuchungen mir von der Hand gegangensind und ich möchte das nun gern jemand mittheilen, (wehmüthtg)wen habe ich?

v. Ast len (in Reflexion). Freilich I

Fürst. Wenn ich Plane für die Zukunft mache dieserPlane wegen mir versagen muß und ich glaube nun über-rede mich zu glauben eine Scene der Natur wird bei meinerFrau mich belohnen, wenn ich so mit warmem Herzen ihr ent-gegengeeilt bin, was habe ich gefunden? Verstand Förmlichkeit Etikette, und den Satan, die Seradini. Dann wurde mirauch die Tugend gleichgültig, die wer weiß nur beibehaltenist, weil sie bei ihrem Herrn Vater zur Hofetikette gehörte.

v. Lilien (entschlossen). Es ist wahr Ihre Durchlaucht sindnicht glücklich verheirathet.

Fürst. Nein, nein I (Er fallt ihm um den Hals.) Ach Gottnein ich bin es nicht.

v. Lülcn. Ein Fürst bedarf Nahrung de« Herzens umnicht zu ermüden an dem Undank der Menschen. Ein Fürst bedarfdas mehr als wir alle. Schon seine Vermählung ist mehrentheilsein Opfer für das Vaterland

Fürst. Dem er sein Leben hinspfert, ohne Dank und Freude-

u. Lilien. In dieser Rücksicht und wenn das Decorumbeachtet ist darf der Fürst, der, wie Ihre Durchlaucht, demStaate sein Leben heiligt einen Schritt über die Linie gehen,wenn dieser Schritt

Fürst. So nöthig ist, die Kraft seines Herzens, sein Wohl-wollen zu erhalten. Ach was ist ein Fürst ohne Herz?

v. Aülrn. Das das macht mich in diesem Falle nach-giebig. gegen die Strenge meiner Grundsätze. Doch folgen Ihre