17
Fr. v. valberg. Ich thue das immer,v. Witting. Immer?
Fr. v. Valberg tftst). Ja, immer.l>. Willing. Immer?
Fr. v. Valberg. Nun ja doch I
u. Willing (küßt ihre Hand). Bleiben Sie dabei. Mehrhabe ich nicht zu wünschen.
Fr. v. Valbcrg. Zweifeln Sie daran?
v. Witting. Ich zweifle nicht. Aber —
Fr. v. Valberg. Ja, ja, das war es, was Sie eben
dachten.
v. Willing. Ich gestehe —
Fr. v. Valb erg. Sie schämten Sich das zu sagen — undsagten darum gar nichts. Eben weil Sie oft nichts sagen, wennich alles rede, was in mir ist, darum freue ich mich manchmalgar nicht, wenn Sie kommen.
v. Witting. Fräulein — wenn Sie die Welt kennten,wie ich sie kenne, wenn Schicksale Sie gebeugt hätten wie mich —
wenn Sie mich lieben könnten, wie ich Sie über alles liebe-
Sie würden begreifen, daß der zittert, der liebt.
Fr. v. Valberg. Lieber Witting, das verstehe ich nicht,v. Witting. Einst werden Sie es fühlen und schätzen.
Fr. ii. Valbcrg. Ich schätze es wohl, denn ich schätze Sie.i>. Witting. Man soll in der W-lt die Augenblicke er-haschen — und Sie haben vorhin gesagt: — „Es macht mich ver-gnügt, daß Sie gekommen sind." — In diesem Gefühl kann ichglücklich feyn. — Oder hätte Ihre Freude, die Heiterkeit, die ausIhrem Auge schimmert, eine besondere Beziehung?
Fr. v. Valbcrg. Ich weiß keine.
Iffland, tkeatral. Merke X 2
^ _
iS». Vv -->/<