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Sophie (weint In ihr Tuch hinab).
General. Er wird von jedermann bewundert. Seinmännlicher Tod gibt ihm seine Ehre wieder. Er hat für dieseEhre oft den Todeskampf gewagt und geblutet, sie ist ihm heilig
— er kann aber nur dann wie ein Mann sterben, wenn er Dichwie eine Heldin traurig weiß. (Heftig.) Sterben muß er —daß er groß sterbe — ist Dein WerkI
Sophie (nach einer Pause). Vater I
General (nach einer Pause) Es reift ein Entschluß in Dir
— auf — lasten wir beide das bischen Leben, das wir alle Drei,Er, Du und ich nicht erbetteln wollen — lasten wir das elendeTagewerk nicht Herr unserer besten Seelenkräste seyn.
Sophie (mit Erhebung). Vater I — Ich werde viel ver-mögen —
General. Deine Mutter hat Dich mit Kraft gesegnet, inmeiner höchsten Noth an ihrer Statt mir zur Seite zu sehn —Tochter — wir wollen weinen, aber nicht winseln.
Sophie. Vater! gewähren Sie mir eine Bedingung?General. Der General darf nichts — mehr gewähren.Alles was der Vater vermag — gelobe ich Dir.
Sophie. Darf ich ihn sehen?
General (reicht ihr die Hand).
Sophie. Sprechen?
General (schüttelt ihre Hand). Ja!
Sophie. Sie vertrauen mir — aber Sie sollen auch mitmir zufrieden seyn.
General. Sieh ihn — sprich ihn — laß ihn Deine Ge-lübde mit sich hinüber nehmen. Vatersegen heilige Eure Um-armung. Bricht Dein Herz im Kampfe — sey es — so will ichin Deinem Tode Dich betrachten — wie einen rühmlich gefallenenSohn.