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ein gutes Mädchen. Ich habe mich ehedem wohl manchmal anDeinen schwärmerischen Gefühlen ergötzen können. Denn so warauch Deine Mutter.
Sophie. Achl
General. Und nun laß uns ein Wort von Deiner Mutterreden. Sie war bei allen reizbaren Gefühlen doch auch eine sehrentschlossene Frau. Wenn sie hier unter uns wäre, so würbe unsresLeidens etwas weniger seyn. Ich bin ein alter Mann, stehe zwi-schen Tod und Kummer, was kann ich für Dich thun? Du bistso unglücklich und so beklagenswerth — daß ich Dich gar nicht zutrösten weißl
Sophie. Hören Sie auf — schonen Sie meiner —
General. Und dazu bedarf ich noch einen Trost von Dir.
Sophie. Von mir — Trost?
General. Ja, mein Kind — ich stehe allein — meineEhre hat gelitten — mein Herz bricht. Habe Mitleid — thueauch etwas sür mich. An Dich weiset mich die Natur — dieDankbarkeit — mein Alterl Mit aller Gewalt der väterlichenRechte und aller Stärke der Vaterliebe fordere ich einen Trost vonDir, unglückliches Kindl
Sophie. Gebe Gott mir die Kraft dazu — reden Sie —was kann ich thun?
General. Laß Deinen Vater nicht zu Schanden werden,liebe Sophie I Seh eine Heldin in Deinem Unglück, daß dieMenschen meine Tochter ehren, aber nicht bemitleiden.
Sophie (seufzt tief). Achl
General. Dein Freund wird sehr männlich sterben —
Sophie. Aber er lebt noch?
General. Noch! Er spricht nur von Dir — aber ist auchnur von dem Gedanken gequält, daß Du Dich Deines großen Kum-mers unwerth zeigen möchtest.