Mab. Srrg. Liebes Kind.
Sophie. Hieher muß er kommen — Ich gehe nicht von hier.Sekretär. Darf ich Sie bitten —
Sophie. Ich gehe nicht von hier. Nie mehr von meinesVaters Seite. Will er seinen Tod aussprechen, so ihn er es, wennich ihm gegenüber stehe — wenn er es daun doch noch vermag —nun — dann — dann — (Sie weint.)
Sekretär. Fräulein! Ich meine es gut —
Sophie (schnell). Das weiß ich.
Sekretär. Darf ich nur einige Worte reden?
Sophie. Geschwinde!
Sekretär. Seit jener unglücklichen Stunde hat Ihr HerrVater Sie noch nicht gesehen —
Sophie. Siehst Du — (zu Madam Berg.) Du bist Schulddaran. (Sic geht auf L-brecht zu.) Ach lieber Librecht, sie habenmich ja nicht zu ihm lasten wollen. Ich habe so herzlich darumgebeten, sie haben mich eingeschloflen, meine Todesangst konntediese Riegel nicht brechen — die Leute konnte ich nicht erweichen.Das macht sie find Feinde. —
Mad. Lcrg. Gott vergebe Ihnen das.
Sophie. Sie find alt, Sie haben ein gutes Gewissen, Siekönnen e» nicht begreifen, wie dem zu Mnthe ist, der Mord aufder Seele hat. Sie alle — alle — muß mein Jammer ermüden IAber wenn mich mein Vater hört, wenn er sein Kind verzweifelnsieht. (Zum Graft,I.) Zürnt er noch? (Zum Sekretär.) Hat erseiner Sophie geflucht? — (Zu Madam Berg.) Nun, wenn er esgethrn hat — so ist sein Fluch in Erfüllung gegangen. — Dasmuß ihn besänftigen. (Zu,n Grafen.) Nun dann, Sie werden fürmich bitten — Ihr alle —
Jfsland, theatral. Werke. VUI.
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