Vergangenheit ist uns Brachfeld, und wir denken nie an das Ge-nossene. Das ist ungerecht. Für die Zukunft thue ich das Noth-dürftige, und schwelge in der Vergangenheit. Erinnerungen sindein großer Reichthum — ich denke, sie sollen bei Dir auch etwasgelten.
Gcheimcrath. O ja!
H r. Wardamm. Wahrhaftig? Wir beiden alten Knabenkönnen manche zusammen bringen. Also denn, im Namen allerErinnerungen an die Vorzeit! — Reicher Mann, laß Dein Augeeinmal geschwind über alle Deine Besitzungen hinfahren — undwo ein Plätzchen ist, dunkel und still, aus dem Verkehr mit denMenschen ganz heraus — da setze mich hin. Gib mir ein Feld,ein Stübchen — viel Arbeit, ein klein bischen Geld — nnv hastDu mir dafür Dein Wort gegeben, so laß mich dann im Namenvon Weib und Tochter das Glas im Glauben an Menschen, Ver-geltung und Freundschaft auf Dein Wohlseyn in Einem Zuge aus-trinken.
Geheimerath. Wie ist das?
Hr. War da min. Mach fort, da kommt eine Thräne — siedankt schon — mach ein Ende.
Gchcimeraih. Ich soll —
Hr. Wardamm. Ja, ja!
Geheim erath. Aber —
Hr. Wardamm. Ich flehe hoch am Rande — unter mirist es tief, tief — reiß mich zurück oder stoß zu, in GottesNamen.
Geheim erath. Ich verstehe Dich nicht so eigentlich —
H r. Wardamm. Hinunter gestoßen! Basta! Wir sindfertig. (Er trocknet die Augen.)
Gehcimerath. Nun — weine nur nicht.
Hr. Wardamm. Jetzt nicht mehr. Wegen der Armuth