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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
Entstehung
Seite
142
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Vergangenheit ist uns Brachfeld, und wir denken nie an das Ge-nossene. Das ist ungerecht. Für die Zukunft thue ich das Noth-dürftige, und schwelge in der Vergangenheit. Erinnerungen sindein großer Reichthum ich denke, sie sollen bei Dir auch etwasgelten.

Gcheimcrath. O ja!

H r. Wardamm. Wahrhaftig? Wir beiden alten Knabenkönnen manche zusammen bringen. Also denn, im Namen allerErinnerungen an die Vorzeit! Reicher Mann, laß Dein Augeeinmal geschwind über alle Deine Besitzungen hinfahren undwo ein Plätzchen ist, dunkel und still, aus dem Verkehr mit denMenschen ganz heraus da setze mich hin. Gib mir ein Feld,ein Stübchen viel Arbeit, ein klein bischen Geld nnv hastDu mir dafür Dein Wort gegeben, so laß mich dann im Namenvon Weib und Tochter das Glas im Glauben an Menschen, Ver-geltung und Freundschaft auf Dein Wohlseyn in Einem Zuge aus-trinken.

Geheimerath. Wie ist das?

Hr. War da min. Mach fort, da kommt eine Thräne siedankt schon mach ein Ende.

Gchcimeraih. Ich soll

Hr. Wardamm. Ja, ja!

Geheim erath. Aber

Hr. Wardamm. Ich flehe hoch am Rande unter mirist es tief, tief reiß mich zurück oder stoß zu, in GottesNamen.

Geheim erath. Ich verstehe Dich nicht so eigentlich

H r. Wardamm. Hinunter gestoßen! Basta! Wir sindfertig. (Er trocknet die Augen.)

Gehcimerath. Nun weine nur nicht.

Hr. Wardamm. Jetzt nicht mehr. Wegen der Armuth