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Gern au. Lieber Bruder! Ist es denn möglich, daß Siejemals anders seyn konnten?
Gchcimcralh. Man sinkt nicht auf einmal, nur nach undnach. Um auf einmal heraus gerissen und gehoben zu werden,muß das gute Schicksal so eine Hand zuführen.
(Legt Mamsell RelßmannS Hand an sein Herz.)
Friederike. Du siehst auch weit freundlicher aus wiesonst. Nun hast Du Gernau kennen gelernt; begreifst Du es jetzt,daß ich Dir niemals hätte gut werden können, wenn Du mich ge-zwungen hättest dm Rath Selling zu hsirathen?
Ce Heimerath. Liebe Friederike —
Llarenbach. Nun, nun! Das geschah ja noch im Rauschvom fremden Wein. Der Hoheitstrauk hatte das gemacht. Eingutes, nützliches Getränk, wer es mäßig und bescheiden zu sichnimmt. Wer das nicht kann, bleibe bei dem Landweine.
Modem. N e i h >» an». Aber wie werden Sie es nunmit Ihrer Stelle machen, und mit der Klage wegen des Mono-poliums —
Srhcimerath. In die Residenz reisen, dem Minister, derein guter Mann ist, offenherzig sagen, baß ich zu schwer für meineSchultern getragen habe, und ausgeglitten bin unter der Last,die ich für stärkere Schultern bei ihm niederlegen zu dürfen ehrlichbitten müßte.
Llarenbach. So ist's recht, Hans! Als ich in derNachbarschaft zu dem fürstlichen Schloß den Riß geben und esbauen sollte, da sprach ich auch: „Ihre Durchlaucht, ich bin einZimmermann, das ist zu hoch für mich; lassen Sie einen Bau-meister holen, was der vorschreibt, will ich untadelhaft hinfiellen.Für ein Wohnhaus ist mein Kopf eingerichtet, für ein Schloß