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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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Hofralh. Das ist mir empfindlich, wissen Sie das? derliebe selige Herr Vater war ei» Mann, der

Selling. War Geheimeralh! Ja das hilft aber nichts; soein Mensch von nichts drängt sich vor, und unser einer muß nichtnur ihm, sondern gar noch der Holzhackersfamilie die Cour machen I

Hofralh. Haben Sie denn seine Schwester heiratheu wollen?

Selling. Ach neinl Aber in der Angst hätte er mich,wer weiß, doch noch dazu gebracht. Er hat meine Arbeiten, wie ermeint, korrigirt, und dann hat er mich allemal dafür hingcschickr.

Hofralh. Das soll alles anders werden, da ich sehe, daßder Mensch nicht werth ist, was ich für ihn gelhau Habs. HaltenSie sich künftig nur au mich.

Selling. Ach Gott, mit beiden Härchen.

Hofralh. Ich will Ihnen die Schrift aufsctzeu, worin Siedie Bestechung denuncüen, auch, daß er Ihr Votum in derSession Ihnen jederzeit mit Gewalt abgedrungeu habe. Ich setze esdurch, das hohe Ministerium muß unterrichtet werden. Gehen Sienach Hause, ich schicke alles zu Ihnen hin.

Selling. Ich will recht froh sehn, wenn ich von demManne loskomme. Aber, nicht wahr, Sie Helsen doch, daßich auch einmal ein Gesetz ganz allein machen kann?

Hofrath. Zur Uebuug? O ja.

Selling. Nein, ein wirkliches Gesetz, wornach die Leutethun müssen. Wenrt'S auch ganz klein ist nur daß man dochweiß, daß ich auch Gesetze mache. Es ist nur der Leute und desAnsehens wegen. (Er geht ab.)

Hofrath Ein leeres, leeres, dummes Jüngelchen!item es Hilst!