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8 (1860) Erinnerung [u.a.] Die Advokaten
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Gern an. Ja, ja. Der Herr Bruder hat'S groß mit diesemHause vor, wie ich sehe. Ach» Friederike, ich bin so wehmüthighergekommcn der Putz und die Herrlichkeit hat sich widrig da-gegen ausgenommen.

Friederike. Sie sollen fort? Und wenn er meinemHerzen alles nimmt, so schickt er mir Atlaß und Tand, und willmich damit abkaufen? Wie verächtlich denkt er von mir, und wieist er mir zuwider I

Ger« au. Friederike! Was wird aus uns werden? Wennsieben Meilen zwischen uns liegen, mich mein Beruf über Bergund Thal jagt, überall Ihr Bild vor mir und Sehnsucht im Her-zen; und Sie find hier! das Bild des armen Jägers wird schwin-den, neben allen den Herrlichkeiten, wozu man Sie nun ein-sühren wird!

Friederike. Nein! und weg mit der ersten Versuchung,die mir bereitet wurde. Helfen Sie mir die Sachen einpackenauf der Stelle müssen sie fort. (Sie nimmt den Atlaß, Gernau hilftihr zusammen legen, und beide tragen ihn nach dein Karton zu, sie knietdaran, um das Atlaßkleid einzulegen, er bückt sich, indem er das andereEnde hält, wie er hinein sieht, sagt er):

Gernau. Was ist das?

Friederike (das Kleid in die Höhe haltend). Was?

Gernau (nimmt es heraus). Eine Brü flasche.

Friederike. Legen Sie hin. Es soll alles fort. Ich willnichts behalten!

Ccruau. Was für ein Papier steht da hervor?

Friederike. Nehmen Sie es.

Gernau (zieht ein Billet heraus).

Friederike. Lesen Sie.

Gernau. Es ist nicht Ihres Bruders Hand.

Friederike. Ich habe die Brieftasche noch nicht gesehen.