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Schein der Wirklichkeit, die Probe konntest Du nicht bestehen —Das ist das Mädchen, das einst Flammen und Wellen Trotz bot.Blut und Leben wollte ste mit mir theilcn, und opfert meineRuhe ihren Thalern —
Hofräthin. Du bist grausam. Wer liebt wie ich, und fürseine Pflicht die Liebe eines Mannes wagt — thut mehr als Flam-me», Tob und Wellen trotzen. Glänzend ist meine Tugend nicht,aber beruhigend. Diese Wahrheit gibt mir Kraft statt Thränen.
Hofrath. Ha, Pflicht und immer Pflicht — O Berg, wierecht hast Dul — Berg — Deine Worte find fürchterlich wahr!Laß es gelten — so gibt der Freund Dir Worte, und laß DeineFarbe geblichen seyn, so hat die Liebe des Weibes ausgeschwärmt,und sie gibt haushälterisch den Pflichttheil ihres Schwures.
Ächter Auftritt.
vorige. Fritz.
Hosrath. Komm, mein Kindl — Hast Du DeinenBater lieb?
Fritz. Ja wohl!
Hofrath. Der Bater wird aber arm werden, wirst Dudann doch gern bei ihm bleiben?
Fritz (steht beide an). Arm? ^
Hosrath. Aber die Mutter bleibt reich. Dann fehlt esDir nicht —
Fritz. So? — Ei dann wirst Du auch wieder reich. DieMutter gibt Dir gewiß ab —
Hofrath. Vielleicht —