Hosrath. Wohl —
Friedrich. Die Gesellschaft wird nun bald komme», meineich —
Hosrath. Wohl, wohl, und geht.
Friedrich (gebt ab).
Hosrath. Noch eine Frage, Sophie, um unserer ehelichenGlückseligkeit willen, beantworte sie ansrichtig — liebt Ramsteinwirklich Deine Schwester?
Hofräthin. Ja.
Hosrath. Nein! Er liebt Dich!
Hosrath in. Listenfeld —
Hofrath. Deine Antwort?
Hofräthin. Laß mich fragen, wie dieser Gedanke entstan-den ist, wie Du bis dahin gekommen bist, ihn so gewiß anzu-nehmen, daß Du darüber gegen mich hart werden konntest?
Hosrath. Förmliche, gerichtliche Beweise — habe ich nicht.Allein tausend Kleinigkeiten, die im Augenblicke nur ungewöhnlichschienen, sind jetzt marternd, da ich sie reimen kann. Das Feuer,womit er von Deinen Angelegenheiten spricht —
Hofräihia. Sind meine Angelegenheiten nicht die Deinen;und hat der Freund der ersten Jahre nicht Bruderrechte?
Hosrath. Der Uebermnth, womit er mir begegnet — denhaben Deine Thränen, Deine Klagen haben ihn berechtigt.
Hofräthin. Uebermnth sah ich nie — Deine Heftigkeit er-regte wohl Ungeduld — allein —
Hosrath. Ich habe Geld verloren, und mit dem Gelbe dieLiebe meines Weibes, die Achtung meines Freundes —
Hosräihi». Sey gerecht — ich war es oft.
Hosrath. Deiner Schwester Vermögen ist bei mir ver-unglückt. Ja — es ist wahr.
Hofräthin. Und ich weiß von dem Verluste seit heute.