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so frage ich klar: Darf der Mann sein Weib betrügen, der Vatersein Kind bestehlen? Das frage ich, nnd fordre Antwort.
Lcrg. Was ist verloren? Geld!
Listenfeld. Und was ist mit dem Gelde verloren? Ver-traulichkeit, Offenheit, Kraft, Mannsfilm I Und was hat meinVetter dafür eingetauscht? Zweideutigkeit, Trübsinn, Wertlosig-keit; und wohin soll dieß führen? Zum Laster oder zur Ver-zweiflung!
Lrrg. Und was sind denn einige tausend Thaler? Nichtgenug, um der Welt damit zu trotzen, und gerade schädlich genug,um damit für glücklich gehalten und vergessen zu werden. EinenZug ins Große hat er damit gewagt. Die herrlichste Zukunftzeigt sich ihm, und nichts ist verloren.
Lcstcnfcld. Alles! Sein Hausfrieden ist dahin!
Lrrg. Was neunen Sie in diesem besondern Fall Lesten-felds Hausfrieden?
Listenfeld. Unbefangenheit, Unschuld der Sitten, reinenBlick in aller Hausgenossen Angesicht, Liebe für Eigenthum,Muth —
Lcrg. Nein, mein Herr, Muth bat er durch mich be-kommen —
Listenfeld. Much den Staat zu modeln und sein Hauszu stürzen.
Lrrg. Muth, gegen Weichlichkeit und Schwächen zu han-deln, dazu bekenne ich mich. Sie haben ihn so weich gebildet —
Listenfeld. Sanft . nicht weich.
Lrrg. Daß eine unaufhörliche Reizbarkeit ihn zum unbe-stimmten Menschen macht —
Lestcnseld. Festigkeit in Grundsätzen, in Gefüh-len — Sanftmuth war mein Zweck. Die Grundsätze haben