Hofrath. Ich hatte nicht —
Rauning. Gegen Ihre Frau hatten Sie etwas — KeineWiderrede — es war gegen Ihre Frau. Es war keine Kleinig-keit, denn es sollte mir mit Rücksichten gesagt werden — mitEgards. — Es liegt ties unter Ihrer Brust, weßhalb Siehierher gekommen sind, was noch zurück ist — und das betrifftdie Frau.
Hosrath. Gleichviel, ich —
Nauuing. Nein, mein Herr —
Hosrath. Genug, ich sehe, Sie wollten meine Frau nichtabsichtlich kränken, und —
Ranuiug (heftig). Genug! (Stolz.) Nein, mein Herr,Ihr „Genug" bestimmt das meine nicht. Noch ein Paar Wortehabe ich zn Ihrem Uebermuthe zu reden, ehe ich Sie entlassenwerde. Ueber Ramstein habe ich gelacht. Sie hielt ich für ver-nünftig genug, der Tugend Ihrer Frau gewiß zu seyn. Ich habeeine Schwäche genannt, davon Ihre Frau die zufällige Ursache ist,die sie nicht begeht. Wer ihr aber durch Wort und Betragenschadete, waren Sie! Sie, mein Herr, Sie der selbst sagte, ichhalte es für einen angelegten Plan meiner Frau, und dem nunnach der Zweideutigkeit, womit er von dem besten Weibe sprach,der eheliche Don Quixote schlecht ansteht.
Hosrath. Wohl. Ich will Ihnen sagen, was ich aufdem Herzen hatte, um nicht an meiner Frau zu sündigen,wenn ich schweige. Ich bin Vormund meiner Schwägerin.Fast alles Vermögen derselben, die liegenden Gründe ausge-nommen — ist für mich ansgegeben und dahin. Nun will
sie heirathen; das Vermögen muß also da seyn. Meine Frauhat sich in meine Einrichtungen nie gemischt; der Onkelaber hebt oft den Zeigefinger, und Ramstein spricht laut. So