Hofrath. Glaube mir — unmerklich bekommt man andereRichtungen, und —
Na niste in. Dein Umgang mit der Rauning gibt Dir andreRichtungen, nicht Deine Heirath. Der Rath Berg gibt Dir Kälte,nicht Deine Frau —
Hofrath. Der Rath Berg, die Rauning: nun bist Duauf dem Tummelplätze, wo die Gemeinspriiche von Ench allenparadiren.
Nam stein. Die Rauning taugt nicht —
Hofrath. Ich nutze ihr Gutes.
Namstctn. Hat sie Gutes?
Hosrath. Sehr viel. Nicht die sanften Eigenschaften, dieLiebe gebieten, aber Sinn für Freundschaft, Standhaftigkeit undmanchmal Edelmuth. Diese Unterscheidung macht die Grenze zwi-schen ihr und meiner Frau, und mein Herz bürgt, daß ich keineübertrete.
Kam strln. Das möchte ich nicht so fest behaupten.
Hofrath. Ueberhaupt nehmt Ihr alle die Sache zu ernst.Ich amüstre mich dort. Man muß gestehen, ste hat Rath undAusweg für alles —
Nam ste tu. Für alles, und auf Kosten aller.
Hosrath. — Hm — wie sind wir denn auf das Gesprächgekommen?
Na in st rill. Ich? Weil es mir am Herzen liegt. Ichmöchte davon reden, wo ich Dich sehe.
Hofrath. Du sagst oft Dinge, die man nicht anhöreukann —
Nam stein. Du thust Dinge, die niemand begreifen kann.
Hofrath. Du bist oft so rauh —
Na niste in. Ehedem hast Du das nicht gesagt-Du
bist mich aber nicht mehr gewohnt.