verloren. (Er geht «on nun NN händeringend mit kurzen Schritten derAngst und innerlichen Unruhe, wobei er nicht viel vom Platze kommt.)
Präsidentin. Begreifen Sie den Minister nur recht.
Domherr. Muß dem Staate erhalten werden? Ich binverloren. Ich gehe zum Präsidenten, ich will ihn besänftigen,ich will —
Präsidentin. Sind Sie von Sinnen?
Domherr. Der Minister schiebt alles ans mich! Das sehenSie doch? Nun ist nichts mehr zu machen. Ich gehe zum Präsi-denten —
Präsidentin. Nicht von der Stelle! Setzen Sie sich —
Domherr. Ja. (Setzt sich.) Ich bin so erschrocken —
Präsidentin. Des Ministers Ansehen sollen Sie erhallen,also kann der Präsident nicht hier bleiben.
Domherr (steht auf). Ich gebe alles auf.
Präsidentin. Woran Sie ein volles Jahr mühsam ge-arbeitet haben —
Domherr. Das weiß ich schon gar nicht mehr; denn dader Minister nun auf mich ungnädig ist —
Präsidentin. Kann er Ihnen die Präbende nehmen?
Domherr. Was? Er kann mich bei Hofe untergraben,kann machen, daß ich an der Tafel den Platz nicht neben 8ere-oissimo bekomme, er kann machen, daß ich herunter an den vier-ten Spieltisch gesetzt werde, daß ich — ach Gott — Sie sind eineliebe kluge Frau, aber nehmen Sie mir es nicht übel, dergleichenfühlen Sic nicht.
Präsidentin. Ich gebe mein Wort darauf, der Präsidentmuß fort!
Domherr. Wie denn?
Präsidentin. Stehen Sie nur einen Augenblick still undhören mir zu.