Ächter Austritt.
Domherr. Rath von Krall.
Nath. Das ist ja wahrhaft entsetzlich!
Domherr. Sind Sie denn der Verfasser?
Nath. Wo denken Sie hin?
Domherr. Mir können Sie es sagen, ich Haffe den Prä-sidenten in Ewigkeit.
Rath. Ich werde den Hauptmann verklagen,mherr. Bewahre!
Kath. Meinetwegen.
Domherr. Kindl das thäte ich nicht. Denken Sie nuran alles, was einem Menschen bei einem Duelle arriviren kann!Er könnte Sie ja — p»r excmpls will ich sagen — er könnteSie durch den Magen stechen! Was dann anfangen?
Lath. Aber die Beleidigung!
Domhcrr. War ja niemand dabei als ich. Nein, mannennt den Herrn Kapitän am gehörigen Orte einen unruhigenKopf, einen seditiösen Mann. Damit schiebt man ganz sanft einenewigen Riegel gegen alles Avancement vor. Das ist sicherer.
Nath. Was wird der Präsident von mir denken?
Domhcrr. Denken? daran liegt mir nichts; thun kanner auch nichts. Er ist eine Null, er ist vorbei. Heute kommt jader H rr Minister, mein Vetter — es ist aus mit dem Präsi-denten.
Kath. Wirklich schon?
Domhcrr. Ganz aus; ich sage es, weil ich es weiß.Seine Excellenz wollen eine Promotion ini Kapitel durchsetzen —hc? Nun, das Kapitel, die Beamten, sogar der Magistratalles ist gegen den Präsidenten zu Felde gezogen!