33
Sechster Austritt.
Loui» öffnet die Thür. Domherr von Wellar und Haupt-ma » n vonBragc » treten ein.
Kapitän. Guten Morgen, liebe Seele. Unten ist dieganze Clerisey unsrer Stabt en Oorps, nnserm guten PräsidentenNt gratuliren. Derweilen wollen wir beide, der Hochwiirdige Gnä-dige da und ich, der Frau Präsidentin huldigen.
Fr änlciu. Sie verzeihen eines nöthigen Schreibens wegen,daß die gnädige Frau noch auf einige Augenblicke im Kabinetbleibt. Meine Herren —
(Sie verneigt sich und geht.)
Kapitän (drückt ihr die Hand). Mein liebes Fräulein —
Dso IN Herr (nickt mit dem Kopfe, ohne sie anzuschn).
Kapitän. Ein seelengutes Geschöpf.
Vom Herr (gleichgültig). Hml (Seht sich.) Passirt, ihr Adelist gut, sie hat aber keine Conduite.
kapitän. Die arme Kreuzträgerin muß die paar abgelegtenKleider, die man ihr hier zuwirft, hart büßen.
Domherr. Ist ja ein armes Fräulein.
Kapitän (betrachtet ihn). Milde Gesinnungen haben die Her-ren, das weiß Gott.
Domherr (verdrießlich). Hm!
Kapitän. So müde, mein Gnädiger?
Domherr. Mache ja heute schon die siebente Visite.
Kapitän. Was setzt Sie denn so in Bewegung?
Domherr. Wird bald kund werden.
Kapitän. Ein Pferdehandel, ein Whisky, Weinproben, einhübsches Füßchen, oder eine Neute? he!
Domherr. Keines von allen.
I fftan d, theatral. Werke. VII.
3