Schicksal damit gestraft, von den Wohlthaten der Präsidentin zuleben, und dafür von ihren unerträglichen Launen mißhandelt zuwerden.
Franz. Sie wissen nicht, wie arg! Wenn ich unfern gutenHerrn recht glücklich wünsche — denke ich oft, möchte er sie dochaus der Sklaverei erlösen.
Sekretär. Er ist ihr von Herzen gut. Wäre er nur ausden Banden der Präsidentin.
Franz. Wenn der arglose gute Mann doch glauben wollte,daß sie ihn zum Spielwerk braucht.
Sekretär. Weiß der Präsident, daß der Minister vonLorau hier ankommt?
Franz. Ich habe nichts davon gehört.
Sekretär. Diese Ankunft bedeutet für uns nichts Gutes.
Franz. Mein Gott!
Sekretär. Lieber Franz, Sie sind ein wackrer Mann, ichrede offen mit Ihnen. Lange schon ist ein Komplott gegen denPräsidenten geschmiedet.
Franz. Das sage ich ja! Aber, er glaubt es nicht.
Sekretär. Der Rath von Krall, alles was bei der Präsi-dentin verkehrt, ist von der Partie gegen ihn. Könnte ich nurFräulein Lehning einen Augenblick hier sprechen, um zu wissen, obdie Präsidentin selbst gegen ihn arbeitet.
Franz. Ich will es versuchen; vielleicht glückt es mir.
(Er geht ab.)
Sechster Auftritt. '
Sekretär Steck allem.
Es gehe wie es wolle, nimmer werde ich mein Schicksalvon dem deinigen trennen, ehrlicher Leerfeld I Aus unserer Heimath