Heinrich. Unser Herr von Krall. — Ihr unterthänigsterDiener.
Latli. Ist der Herr Präsident zu sprechen?
Franz. Ich glaube noch nicht.
Heinrich. Für Sie ist er gewiß zu sprechen. Ich geheund melde Sie an.
kath. Um keinen Preis. Die Zeit dieses edlen Mannes istkostbar. O er ist ein trefflicher Manu. (Zu Franz): Ich verehreihn über allen Ausdruck. Ach, seit er den Geschäften vorsteht, hatalles hier ein ander Leben und Ansehen. Wahrlich, ich kann nichtgenug sagen, wie ich ihn liebe. Mein lieber Franz, da ist dieWittwe Meermann, die ihren Sohn gern angestellt wünscht, diearme Frau bittet —
Franz. So viel ich weiß, hat ihr der Herr die Reso-lution gegeben, daß er nicht helfen kann. Er hat sie be-schenkt.
Kath. An diesem festlichen Tage sollte ich denken —
Heinrich. Ganz recht, schicken der Herr Rath sie nur da-her. Ich bringe sie vor.
Rath. Wenn er sie selbst steht —
Franz. Wenn er aber nicht helfen kann!
Heinrich. Ec bilft doch. Sie soll ihm nur nicht von derSeite gehen, in der Angst und Wehmuth sagt er doch ja, undgibt es nachher lieber von seinem Eignen.
Franz. ES kommt mir nicht zu, in so etwas zu reden,aber wie man hört, ist der Herr über dergleichen hier schon hartmißdeutet worden.
Rath. Nicht doch. Wie kann man die Güte selbst miß.verstehen? — Ich schicke die Frau her. Jndeß richtet HerrFranz meinen Glückwunsch zu dem heutigen festlichen Tage bestens