Lieutenant. Diese reine Dankbarkeit, welche Seligkeit ver-bürgt sie dem Manne, der Ihre Liebe verdienen lernen wird I
Lonisc. Ich soll ja dieser Empfindung abschwören.
Lieutenant. Ja, Sic leiben einen Verlust an dieser schönenEmpfindung. Sie werden sie theilen^ wüsten mit dem Manne,dem Sie Ihre Hand geben. Er wirb wetteifern in der Sorgeund Liebe für den guten Mann.
Louise. Und wenn dann eine Thräne der wehmüthigenErinnerung mir die Wange herablänft — werde ich sie nicht ver-bergen und heimlich weinen wüsten?
Lieutenant. Ihr künftiger Mann sucht Ihre Hand mitdiesem Herzen, wie es nun ist — und er wäre unedel, wenn ereine wahre Empfindung desselben unterdrücken, oder nicht aner-kennen wollte.
Lonisc. Er wird es geloben, aber er wirb — lSie bedecktsich das Seslchi.) Ach, ich vergesse. lSie steht auf, gutmüthig.) HabenSie Geduld mit mir.
Lieutenant csaustl. Louise!
Louise. Ich kann Ihnen jetzt nichts sagen. — Ich kannnicht. Aber ich empfinde, daß Sie mir gütig begegnen. — Mankommt — sagen Sie nichts, was ich Ihnen vertraut habe —wollen Sie?
Lieutenant. Daß Sie ein wahres, edles, herrliches Mäd-chen sind, das kann ich der ganzen Welt sagen, das fühle ich, dasmuß ich sagen.