152
Seite muß die Frisur ganz flach werden; dann die Feder so hin-über, daß ihr Spiel dem frommen Auge ein bischen Taprice gibt.Aus die linke Seite hin eine kleine Erhöhung von Blonden, undder dunkle Zeug. Hier kann der Ernst thronen, und das Nach-denken.
Louise (nach einer Panse). Das Nachdenken! (Sie seufztund geht wieder zum Zeichnen.)
Laroliuc. Wieder zur Arbeit? Weil Sie doch die Weltnicht sehen dürfen, so thun Sie wahrhaftig recht, daß Sw Sicheine auf Papier malen. Zeichnen Sie nur recht viel. Hernachwollen wir alle die Zeichnungen an die Wand heften, und setzenuns beide davor hin, und gehen auf Bälle, Promenaden, insSchauspiel — wohl zu merke», alles auf dem Papiere —
(Sic nimmt den Aufsatz, ihn zu enden.)
Louise. Plaudere, plaudere, Du meinst es doch so übel nicht.
Laroliuc. Was habe ich von allen meinem Thun, alsdaß es Ihnen bester gehen soll.
Louise. Ich glaube Dir.
Laroliuc. Und das will die Mamlell Gräber auöb, und ihrBruder und ihr Vater. Sie wollen mit Gewalt, daß e» Ihnenbester gehen soll.
Louise. ES geht mir ja nicht schlimm.
Laroliuc. Nicht schlimm? Sehen Sie in den Spiegel.(Steht auf.) Ist das eine Figur, um mit dem trocknen Vormundealle Tage in abgelegene Felder zu gehen?
Louise (lebhaft). O wie vergnügt sind wir da! Ich fühlees, ich weiß es, daß nie eine schönere Zeit wieder kommt.
Laroliuc. Gott steh uns bei.
Louise. So wie er aus dem Stabtgewühl heraus ist, er-heitert sich feilte Stirne, und dann spricht er —