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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
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wo ich fest und gewiß behaupte, daß er ein neues Haubenreglementgegen uns gemacht hat.

Friederike. Und sie?

La roll ne. Sie? O, da war des Horchen« undSorgens kein Ende. Ist der Ferdinand heraus gekommen, so hatsie seine viereckige Hand so sanft gefaßt, und so leise gefragt, wiees ihm ginge, so fein, so gut daß ich wie aus dem Schlafeausgewacht vor ihr gestanden bin.

Friederike. Nun, mein Kind, das wäre sehr gegen unsreRechnung.

Laroliue. Abscheulich wäre es. Wenn sie ihn heirathenwollte, so sollten

Friederike. Wenn sie ihn heirathen wollte, so fiele ihrVermögen für meinen Bruder, und sein Vermögen für uns weg.

Laroliue. Wenn sie es wollte, so sollten alle jungeMädchen in Trauerflörcn zu der Regierung gehen, daß der Mannüber die Grenze gebracht würde.

Friederike. Ist sie allein?

Laroliue. Ja!

Friederike. Nun, so will ich mit ihr reden. Sorge nicht,ich bringe den Mann über die Grenze. Mein Bruder mag seinenWeg mit der Gewalt der Jugend und des Ungestüms gehen ausallen Fall haben wir mehr Wege, um hier im Hause zu herrschen.

Laroliur. Ueber einen so unbiegsamen, störrigen Mann,als der Herr Vormund.

Friederike. Wir werden bald sehen, ob er uns fürchtenwill, oder nicht. Wollen oder nicht er muß. (Sie geht ab.)