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Laroiine. Und Ihr Herr Vater?
Friederike. Wenn ich es nur zn Stande bringe, daßmein Bruder Louisen belommt, so thut er alles.
Laroiine. Ich will ja auch alles in der Welt thun, machenSie nur, daß wir aus den garstigen altmodischen Kleidern kommen.Wir werden sonst alte Jungfern.
Friederike. Auf mich und meines Bruders Beistand kannstDu treulich rechnen.
Laroiine. Ja — damit sieht es sonderbar aus; so oft derHerr Schwager Kammerrath gegen den Schwager Vormund ge-sprochen hat, so hat sie ihn glühend vertheidigt.
Friederike. KindheitI
Laroiine. Ich weiß nicht — seit gestern —
Friederike. Nun?
Laroiine. Seit gestern — aber lachen Sie mich nicht aus— sauge ich an zu vermuthen, daß sie ihn — liebt.
Friederike. Ihn? Wen?
Laroiine. Ihren Vormund.
Friederike. Liebt?
Laro liuc. Nicht anders.
Friederike. Warum nicht gar!
Laroiine. Bei dem Anstoß von Schwindel, den er hatte,da war es eine Unruhe, ein Weinen — ihre Farbe wechselte be-ständig — und sollten Sie's glauben, ihren schönen Rosenmundaus seiner grämlichen Stirne ist der Polizeimeister wieder auf-gewacht. Da habe ich aber meine Revanche genommen, habe sieweggerifsen, und ihm ein ganzes Flacon mit Essig ins Gesichtgeschüttet. Nicht einmal die Hand hat ihr der Mann gegeben.Er hat das Gesicht abgetrocknet — hat eine Verbeugung gemacht,und ist mit seinem Herrn Ferdinand ins Schlafzimmer gegangen,