genommen. Sic werden ihn durch den treuen Friedrich erhaltenhaben. Ich habe Jhuen mein Schicksal ganz überlassen. MeinDank sür meinen Wohlthätcr (sie l!e»t mit gcbrochner Stimme) istewig, Wie meine Liebe sllr die Gräfin. Sie wollten mich glück-lich machen, ich weiß eS; aber ich wäre dadurch elend geworden,Ach, warum sollten sie mich hassen? Ich habe keinen Vater, keineMutter, weiß nicht, wer sie waren, wo sie lebten, wie sie starben.Man sagt, der Geheimerath wüßte alle?." —
Eehetmcrath (verbirgt eine Throne).
Gräfin. „Statt der Antwort werde ich Sie umarmen.Aus der Gränze heiligt ein Priester unsre Liebe. Talent und Fleißstreben gegen den Mangel. Unsre Herzen sind einS l"
Laron (geht traurig umher).
Gräfin. „Ich weiß, Sie kommen, obgleich nichs verab-redet ist." —
Laron. Wie?
Gräfin. „Ich weiß, Sie kommen, obgleich nichts verab-redet ist. Ich warte bis morgen. Bleiben Sie aus, so leiteGott und die Tugend mein Schicksall Ich werde nicht zurück-kehren. — Ihre ewig treue Sophie."
(Sie steht, ihre Augen auf den Brief geheftet.)
Laron (weint heftig, das Gesicht bedeckt).
Geheinicrath (bricht dar Stillschweigen. Weich): Sie dauertmich! — (Gesammelter.) Aber wahrlich, sie ist meiner Sorge nn-werth l — Ist jemand hin, sie zurück zu bringen?
Laron (Thronen unterbrechen ihn). Meyer — ist da, Woman sie vermuthet; und —
Gräfin. Der Ueberbringer des Briefs hat den Ort bestätigt.
Gchcimerath. Wohl! (Er will dem Baron etwas Bedeutendersagen, holt plötzlich lnne.) Nichte, laß uns allein.