84
Lu Hb erg. Zum letztenmale.
Christian. O ich habe mich so abgeängstigeti
Luhbcrg. Das war Ahnung Deiner treuen Seele.
Christian. War' Ihnen was begegnet?
Luhbcrg. Was ich vorhersahl — Verkannt wurde ichund verfolgt, vom ersten Augenblick an — ich folgte Deinem Rath,und blieb. Nun aber — hat die Rotte, die den Geheimerath um-zingelt, ihr Werk an mir vollendet. Sie entdecken, hieße ihn kurz-sichtig darstellen. Man haßt, mißhandelt, verachtet mich. Ichkann mich nicht Herausreißen; und — dürfte ich mein Gesichtemporheben, wie ich es nicht kann — so möchte ich es dennochnicht mehr. Es ist beschlossen, ich gehe ans immer von hier.
Christian (die gepackten Sachen betrachtend). Ach!
Luhberg. Seh getrost I ich finde es besser.
Christian. Haben Sie Sich dem jungen Baron entdeckt?
Luhbcrg. Nein.
Christian. Sie versprachen es.
knhbkrg (drückt ihm die Hand). Er liebt Sophien.
Christian. Das ist schrecklich.
Lnhbcrg. Sie kann ihn nie lieben — er wird einsehm,warum — und dann — der Geheimerath hält mich für den, derseinen Sohn von ihm entfernte; er ließ mich mit Verachtung inseinem Zimmer stehen. — Die Gräfin begegnete mir als einemAuswurf von Niederträchtigkeit — mein Blut kochte — ich fühlte,was ich gethan haben würde, wenn — Und sollte mich meinerHände Arbeit ernähren — und wenn ich Tagelöhner eines armenBauern werden müßte — ich werde glücklicher leben.
Christian. Sie bedenken's nicht — Sie —
Lahberg. In die Furchen, die ich mühsam ziehe, fallen