79
Laron (heftig). Briefe? — Briefe von Ruhberg?
Nebel (kalt). Ich werde ihm rathen, sie nunmehr Ihnen zuübergeben.
Laron. Briefe? Sagten Sie Briefe?
Nebel. Drei Stück.
Sarou. Bon Ruhberg an das Fräulein?
Nebel. Ja.
Laron. Kann ich sie haben?
Nebel. Allerdings!
Laron. Hm l — Das änderte die Sache! — Fürchterlichändert es siel Aber nehmen Sie Sich in Achtl ich kenne alledie Gänge des HandnachmachenS — der gereizten Eifersucht,alle, wie sie heißen. Ich fange damit an, Ruhberg die Briefevorzulegeu.
Nebel. Das wird nothwendig seyn.
Laron. Ich berufe mich auf Sie.
Nebel. Auf alle Fälle, gnädiger Herr. —
Laron. Ich stelle Sie ihm unter die Augen — Sie undBezaunetti.
Nebel. Dazu erbieten wir uns.
Meyer (kommt und geht in da» Kabblet dei EeheimcrathS).
Laron. Wahrhaftig? — Ertragen Sie lieber den Schimpf,jetzt in der Stille zurück zu treten. — Zwingen Sie mich nichtzu öffentlicher Ahndung —
Nebel. Ich nehme nichts zurück.
Laron. Gut! Sie bekommen Genugthuung an Ruhberg,oder Ruhberg an Ihnen, das schwöre ich l —
Meyer (kommt heraus). Gnädiger Herr, es ist angerichtet;aber — die Comteß speisen auf dem Zimmer — der HerrGeheimerath wollen gar nicht zur Tafel — Fräulein Sophie istverreist.