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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Ächter Auftritt.

DicGräf i n. Ru h bcrg.

kuhdcrg. Gnädige Gräfin, ich freue mich, daß ich Siehier finde! 'Eine Bitte

Gräfin «befremdet). An mich?

kuhdcrg. Die Rechte des Leidenden, die Ueberzengung, daßsie Ihrer edlen Seele Werth find, entschul

Gräfin. Wie soll ich mein Lob von Ihnen anhören, da ichIhre Lästerungen v-rachtc?

Kuhdcrg. Gnädige Gräfin!

Gräfin. Aber ick kann leiden, ohne mich zu rächen. Alsogenießen Sie des Triumphs, eine Familie, die Ihnen wohl will,durch Jntiignc zn Grunde gerichtet zu haben, in Ruhe.

Kuhdcrg. Ha! bei der Würde des gekränkten Red-lichen I Ist

Gräfin. Können Sic Sich darauf berufen?

Kuhdcrg. Berechtiget Schmerz zu Ungerechtigkeit?

Gräfin (weggewantt). Schmerz? (Zu ihm mit Würde)Wagen Sie es, mich au meinen Schmerz zu erinnern?

kuhdcrg. Was ist denn mein Verbrechen?

Gräfin. Meine Thränen.

kuhdcrg. Ich soll nichts zu meiner Bertheidiguug sagen.Es fehl Ihre Ueberzeugung wird mick bald frei sprechen, unddann werden Sie meinem Leiden eine Thräne schenken. (Geht ab.)