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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
Seite
53
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Gcheimerath. Ich will die Wahrheit hören.

Nebel. Wer ist Ruhberg?

Gcheimerath. Li» ehrlicher Mann.

Nebel. Im allgemeinen! das kann seyn. Aber was hater für Systeme?

Gcheimerath. Ec hat mir keines sehen lasten, das ichnicht achten müßte.

Nebel. Ihnen? min ja. Dann wäre er doch auch garzu einfältig, wenn er Ihnen sich anders zeigen wollte, als wie Sieihn brauchen können.

Gcheimerath. Er ist kein falscher Mensch.

Nebel. Bester Herr! was nennen denn solche Modegelehrtenfalsch? Ihr GlanbenSbekenntniß richtet sich nach Zeit und Um.ständen.

Gcheimerath. Freilich wohl, aber

Nebel. Was er mit dem Herrn Baron von seiner bestenWelt spricht, kann er mit Ihnen nicht sprechen.

Gcheimerath. Glauben Sie-

Nebel. Euer Excellenz! Vermuthen Sie, daß er IhremHerrn Sobne gefallen könnte, wenn er mit dem im Geist derlieben, guten, alten Zeiten sprechen wollte?

Gcheimerath. Er wird doch nichts thun, was mirKummer bereiten könnte.

Nebel. Geradezu nicht. Aber die neuen Grundsätze bereitendie Handlungen vor, welche Ihnen Kummer machen.

Gcheimerath. Das kann wahr seyn.

Nebel. Die theilen sich unvermerkt mit, durch Gespräche,Meinungen, Lektüre, im Scherz, indem man von andern spricht.

Gcheimerath. Allerdings, allerdings!