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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
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Nebel. Schwerlich! denn er kennt den Geheimerath.

Lczauuetti. Nun, sie wird also jetzt verheirathet, dieseSophie, die durch unser beider zärtliche Tändelei uns einst fastentzweiet hätte I daß wir den Folgen einer so unpolitischen Liebe beiZeiten entgingen, war vernünftig.

Nebel. Wer hätte sich das auch träumen lasten? Werbegreift es noch?

Le; an netti. Sie wissen also noch nichts näheres von

ihr?

Nebel. Nichts. Der alte Morhos war Sophiens Vormund,und ehe er starb, schickte er ein Packet Papiere an den Geheimerath.Der ging gleich hin; sie waren eingeschloffen. Nach einer starkenStunde kommt der Geheimerath heraus blaß wie der Todder Alte war in seinen Armen gestorben. Die Nacht nochmußte eine Estafette fort; aus der Fremde kam Sophie hier an;

der Geheimerath fiel zur Erde, da er ste sah, und seit der Zeit

will es mit seiner Gesundheit nicht mehr recht fort. Sophiekam zu einem Landprediger, von wo sie denn vor acht Wochenwie eine Bombe ins Haus fiel.

Lezannctti. Immer dunkler I das ist eben das Unglück

es ist so viel Mysteriöses in diesem Hause; man geht unsicher.

Nebel. Herr Ruhberg vermehrt es noch. Er fällt hier indie Stadt; interessirt in mysteriösem Prunk den Sohn, bewirktdurch den, daß niemand fragt, woher? Hat Schimmer! amü-strt den jungen Herrn Baron, wird was nicht erhört ist

Landeskiudern vorgezogen, und arbeitet im Kabinet des Ge«

hcimeraths.

Lezannetti. Schnell ging'S zu. Je nun der Ge-

heimerath opferte die Ministerialvorsicht und Weisheit der LiebeLffland, thcatral. Werke. IX. 2