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Nebel. Schwerlich! denn er kennt den Geheimerath.
Lczauuetti. Nun, sie wird also jetzt verheirathet, dieseSophie, die durch unser beider zärtliche Tändelei uns einst fastentzweiet hätte I daß wir den Folgen einer so unpolitischen Liebe beiZeiten entgingen, war vernünftig.
Nebel. Wer hätte sich das auch träumen lasten? Werbegreift es noch?
Le; an netti. Sie wissen also noch nichts näheres von
ihr?
Nebel. Nichts. Der alte Morhos war Sophiens Vormund,und ehe er starb, schickte er ein Packet Papiere an den Geheimerath.Der ging gleich hin; sie waren eingeschloffen. Nach einer starkenStunde kommt der Geheimerath heraus — blaß wie der Tod —der Alte war in seinen Armen gestorben. — Die Nacht nochmußte eine Estafette fort; aus der Fremde kam Sophie hier an;
der Geheimerath fiel zur Erde, da er ste sah, und seit der Zeit
will es mit seiner Gesundheit nicht mehr recht fort. — Sophiekam zu einem Landprediger, von wo sie denn vor acht Wochenwie eine Bombe ins Haus fiel.
Lezannctti. Immer dunkler I das ist eben das Unglück
— es ist so viel Mysteriöses in diesem Hause; man geht unsicher.
Nebel. Herr Ruhberg vermehrt es noch. Er fällt hier indie Stadt; interessirt in mysteriösem Prunk den Sohn, bewirktdurch den, daß niemand fragt, woher? Hat Schimmer! amü-strt den jungen Herrn Baron, wird — was nicht erhört ist
— Landeskiudern vorgezogen, und arbeitet im Kabinet des Ge«
hcimeraths.
Lezannetti. Schnell ging'S zu. Je nun — der Ge-
heimerath opferte die Ministerialvorsicht und Weisheit der LiebeLffland, thcatral. Werke. IX. 2