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9 (1860) Der Vormund [u.a.] Bewußtsein
Entstehung
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Her; des Monarchen erschüttern mußten; wo das Erbarmen durchWeib und Kinder für den Gefallenen sprach; wo Volk und NationErbarmen I seufzte; wo sicher das ganze Gefühl des guten Men-schen in dem Monarchen Erbarmen riefl Aber Herrschervcrant-wortung hieß den Stab brechen, und öffentliche, heiße Schmachmußte selbst die Seele abtödten, langsame, grausende Pein ruftins Leben zurück, um in lebenslanger Verzweiflung zu thierischerArbeit eiugeschmiedet zu athmen, bis, am schroffen Ufer sterbend,die Leiche des Abgeschiedenen den lebenden Sünder vergiftet. Ichmeine die Strafe des Schiffziehens.

Schrecklicher dreifacher TodI Schauder überläuft uns,Thränen rinnen die Wangen hinab, der Blick steht trübe auf dieschwere Hand des Richters hinl Gleichwohl was können wiruns sagen? Ueber jeder That schwebt ihr Richtblei; wer darf esverrücken? die That ihm näher oder von ihm zurück schieben?Josephs Selbstregierung verbürgt seine Menschenkunde. Tief muß,durch bittre Erfahrung, die Menschheit in seinem Blick gesunkenseyn, da ihre unheilbaren Gebrechen dieß Kennzeichen der Majestät Milde, mit Trauer in seinem Herzen verschlossen haben.

Dann ist es gefährlich, daß ich Mitleid erregt habe, wo alleSchrecken der Gesetze Schauder erregen sollten.

Darum nun schildre ich RuhbergS Lage, wie sie nach seinemVergehen seyn könnte. Man erinnert sich, daß alle Talente mitGüte des Herzens in ihm sich vereinigten: so folgt, daß einst irgendein Menschenkenner an diesen Trümmern harren, und sie ausihrem Verfall ziehen werde.

Scham heißt Ruhberg das Licht meiden Hoffnung, Drangnach Besserem, den die Gottheit in den Menschen legte, machen,daß er unwillkürlich nachgibt, und sich hervor wagt.

Da steht er l und nun rede das Stück weiter. Nur Eine Er-innerung sey mir noch vergönnt.