Bei dem Schauspiel: Verbrechen aus Ehrsucht, hatman an mir auSgesetzt —
„daß ich den jungen Ruhberg doch glücklich werdenließe."
Dieser Vorwurf, wenn er gerecht ist — macht das Stück,welches ich genannt habe, unnütz, vielleicht gefährlich.
Ist aber Ruhberg auch glücklich? Seine Familie hat ihmverzieben. Aber auch die Welt? O nein l Sein Schicksal istgemildert — um so lauter sprechen nun Widerwillen und Haß.Dafür bürgt Erfahrung.
Ein Rückblick meiner Leser auf RuhbergS Geschichte machtalles deutlicher.
Durch die Barmherzigkeit eines Mannes, den er gemißhandelthat, entgeht Ruhberg der Kriminaluntersuchung, öffentlicher Strafe.Er muß den Selbstmord abschwören, der Vater gibt ihm das letzteGeld, muß ihn von sich verweisen, hinaus in die weite Welt.
Er trägt den Namen einer bekannten geehrten Familie. Figur,Ankündigung, Talente kann er nicht verbergen, und wo soll erden Muth hernehmen, sie zu gebrauchen? Aus Ehrsucht fiel erin Schande. Zur Würde des ehrlichen Mannes kann er bei seinemGefühl nicht leicht hinauf, und zum Avantürier ist er zu ehrlich.