400 Mangan.
der Talkerde, Magnesium, seit dieser Zeit gemacht undbestätigt worden ist, so bat man den von deutschen Che-mikern vorgeschlagenen Namen Manganium für den imBraunstein befindlichen metallischen Körper angenommen.
Mangan ist eins von den Metallen, die den Sauerstoffam stärksten zurückhalten. Nach Gähn geschieht seineReduction mit Kohlenpulver in einem mit Kohle ausge-fütterten und lutirten Tiegel. Es fordert eine äufserststrenge und anhaltende Hitze und gewöhnlich ein Blasenvon 1 bis 1 i Stunden. Es gehört zu den strengflüssige-ren Metallen, so dafs es schwer hält, es in einem wohl-geflossenen, gröfseren Korne zu erhalten. Nach JohnsVorschrift erhält man es auf folgende Art: KohlensauresManganoxydul wird in einem verschlossenen Gefäfse ge-glüht, das davon erhaltene Oxydul mit Oel gemischst undin einem bedeckten Tiegel zu Kohle gebrannt, welcheseinige Mal wiederholt wird. Die kohlige Masse wirdfeingerieben und nachher mit etwas Oel zu einem hartenTeige gebildet. Dieser wird in einen mit Kohle ausge-fütterten Tiegel gelegt und der übrigbleibende Raum mitKohlenpulver gefüllt. Der Tiegel wird eine halbe Stundeerhitzt, um die Masse zu trocknen und das Oel zu zer-setzen, worauf er lutirt und dann während l| Stundender heftigsten Hitze, die der Tiegel ertragen kann, aus-gesetzt wird. Man bekommt dann eine zusammengeschmol-zene Metallkugel, die jedoch mit Kohlenstoff und Kieselvon der Asche der Kohlen sehr verunreinigt ist. Johnempfiehlt, es mit Borax in einem Kohlentiegel umzuschmel-zen , wovon das Manganmetall nur wenig oxydirt wird.Es wird dadurch leichtflüssiger, bekommt einen gröfse-ren Glanz und wird so von Kohle befreit, dafs es, nachAuflösung in Säuren, kein schwarzes Pulver zurückläfst;aber es ist dabei nicht entschieden, ob das Metall stattdessen nicht eine kleine Menge von Bor enthalte. Man-gan hat eine in’s Graue fallende Silberfarbe, der des har-ten Gufseisens ähnlich, und es giebt in feuchter Luft, oderwenn es mit feuchten Fingern berührt wird, einen unan-genehmen Geruch, dem ähnlich, der sich verbreitet, wenn
Gufs-